Klima und Umwelt

Die Bevölkerung der Stadt Wels wächst kontinuierlich an. Dies führt dazu, dass die Stadt sich immer mehr in der Fläche ausdehnt und Grünlandflächen verschwinden. Die vielen  eingeschoßigen Ein- und Mehrfamilienhäuser und deren breite Aufschlußstraßen verstärken den Flächenverbrauch und die Bodenversiegelung. Besser wäre der mehrgeschossige Wohnbau. Grundanteile, Platzverbrauch und Baukosten werden minimiert, trotzdem können individuelle Grünräume im Erdgeschoß,. Dachgärten im obersten Geschoß und begrünte Loggien dazwischen realisiert werden um die Alltags-Lebensqualität zu heben (und die Stadtflucht ins Umland mit Einfamilienhausbau samt den Folgeproblemen Flächenverbrauch, nötige Flächenaufschließungen mit Leitungen, nötiger Autoverkehr, etc. zu vermeiden).

 

Zwischen 1971 und 2018 ist die Temperatur in der Stadt Wels und im Bezirk Wels-Land im Vergleich mit anderen österreichischen Regionen überdurchschnittlich stark angestiegen. Dies zeigt, dass der Klimawandel auch vor unserer Haustüre in vollem Gange ist. 

 

Mittelgroße Städte, wie Wels haben viele Vorteile. Sie sind groß genug, um ihren Bewohnern und Bewohnerinnen eine Vielzahl von Angeboten bieten zu können, sei es in den Bereichen Bildung, Medizin, Gastronomie oder Kultur. Zugleich sind sie kompakt genug, um theoretisch weitgehend ohne Autos funktionieren zu können. Mittelgroße Städte sind aber auch so klein, dass Menschen innerhalb kürzester Zeit Erholungslandschaften erreichen können. 

 

Unserer Meinung nach könnte die Stadt selbst, viel stärker von einer üppigen Pflanzenwelt belebt werden, als es heute der Fall ist. Begrünte Dächer und Fassaden bieten Vorteile. Mit Hilfe von ihnen wird das Klima in der Stadt gekühlt und die Luft von Schadstoffen gereinigt. Außerdem schützen Pflanzen Mauern vor UV-Strahlung, Hagel, Schlagregen und anderen Extremwetterereignissen. Weiters bieten Dach- und Fassadenbegrünungen einen Lebensraum für viele Tiere und mindern Lärm. Kleinräumige Grünanlagen und Blumenschmuck reichern die Wohnumgebung an. Bäume reinigen auf Grund ihrer Größe wie keine anderen Pflanzen die Luft, spenden Schatten und verdunsten Wasser und führen so zu einer Kühlung der Städte im Sommer. 

 

Mit dem Zurückdrängen des Autoverkehrs in der Klimakrise und Rückbau der Parkplätze steigen die Chancen auf mehr Grün in der Stadt. Der reduzierte Autoverkehr macht Platz für Neues. Der verminderte Parkplatzbedarf birgt neue Chancen für grüne Stadtgestaltung. 

 

Neue Parks und Gärten machen es weniger oft nötig, dass Menschen der Stadt entfliehen, wenn sie Natur genießen wollen. Sie dienen als Ort der Begegnung für Menschen unterschiedlicher Kulturen und unterschiedlichen Alters.

 

Urbane Landwirtschaften an den Rändern der Stadt könnten einen  hohen Anteil am Gemüse- und Obstkonsum der Welser Bürger und Bürgerinnen abdecken. Die daraus gewonnenen Lebensmittel können von den Konsumenten und Konsumentinnen teilweise selbst produziert, teilweise von professionellen Landwirten und Landwirtinnen hergestellt werden. 

 

Unsere Forderungen an den Welser Gemeinderat: 

 

  • Sparsamerer Umgang mit der Ressource Boden. Locker bebaute Wohngebiete sollen nachträglich mit sozialen Wohnbauten „verdichtet“ werden. 


  • Der „Volksgarten“ im Messegelände östlich der Lokalbahn soll endlich realisiert werden, mit Nutzung der Traun. Geredet wird davon seit der letzten Wahl, passiert ist seither nichts. 


  • Fassaden und Dachbegrünungen bei Gebäuden im Besitz der Stadt Wels (sofern nicht Solarenergienutzung in Frage kommt) 


  • Förderung statt Abwürgen von Initiativen aus dem Bereich „Urbane Landwirtschaft“ 


  • Kein Verbau von Teilen des NATURA 2000-Gebietes Welser Heide